Projekt

Umwelt

Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft

Das Projekt stärkt die Klimaresilienz des Ruhrgebiets, also die Widerstandskraft gegen die Folgen des Klimawandels. Bis 2040 sollen mindestens 25 Prozent der befestigten Flächen vom Mischwasserkanalnetz abgekoppelt und die Verdunstungsrate um 10 Prozentpunkte erhöht sein.

Mehrwert:
Die klimatische Situation im Ruhrgebiet wird verbessert und dadurch die Lebensqualität gesteigert. Die Folgen des Klimawandels wie Hitzewellen oder Überflutungen infolge von Starkregen werden abgemildert. Nebenbei werden die Gewässergüte, die Biodiversität und das Stadtbild verbessert.

Vorgehen:
Das Land NRW fördert seit 2020 zahlreiche Startermaßnahmen der Kommunen im Ruhrgebiet im Sinne des „Schwammstadtgedankens“ zur Regenwasserversickerung, Regenwasserzuführung zu Gewässern, Flächenentsiegelung und Begrünung. Die Emschergenossenschaft als Projektpartnerin hat eine Serviceorganisation geschaffen, die sich um die Koordinierung der Maßnahmen und die Unterstützung der Kommunen kümmert.

Nutzen für:
Die Kommunen des Ruhrgebiets profitieren durch die Förderung und Unterstützung bei der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Letztlich profitieren die Menschen des Ruhrgebiets durch die Überflutungsvorsorge und Hitzeminderung.

Jüngste Entwicklung:
Der Projektträger Jülich konnte als Bewilligungsbehörde für die langfristige Förderung gewonnen werden. Seine fachliche Kompetenz und Erfahrung bei der Förderung von Klimaresilienzmaßnahmen ermöglichen es, die bis 2030 geplante Landesförderung von über 120 Millionen Euro aus Mitteln der Abwasserabgabe abzuwickeln.

Aktueller Stand:
Die Veröffentlichung der Förderrichtlinie für den Zeitraum bis 2030 sowie die Unterzeichnung der Beauftragung des Projektträgers Jülich als Bewilligungsbehörde stehen kurz bevor. Mit Unterstützung der Serviceorganisation bei der Emschergenossenschaft werden laufend neue Maßnahmen und Förderanträge vorbereitet.

Ausblick 2022:
Vorrangige Aufgabe der Kommunen ist es, Räume zu identifizieren, in denen sowohl ein großer Bedarf als auch ein großes Potenzial an Klimaresilienzmaßnahmen besteht. Für diese sogenannten Betrachtungsräume werden Maßnahmenbündel erarbeitet und dann in den kommenden Jahren umgesetzt. Daneben wird die Förderung und Umsetzung von Einzelmaßnahmen fortgesetzt.

Meilensteine seit Projektstart

2020
Förderung und Umsetzung erster Einzelmaßnahmen (35 Maßnahmen fertiggestellt)

2021
Förderung und Umsetzung weiterer Einzelmaßnahmen (bis zu 44 Maßnahmen)
Erarbeitung der langfristigen Förderrichtlinie