Chronologie

Veränderungsprozess mit langem Atem

Seit ihrem Start im Sommer 2018 hat die Ruhr-Konferenz das Ruhrgebiet bewegt. Echte Veränderungen erfordern einen langen Atem. Deshalb war die Ruhr-Konferenz von Anfang an als längerer Prozess angelegt.

Ruhr-Konferenz aktuell

Auch unter Ministerpräsident Hendrik Wüst wird die Ruhr-Konferenz daher fortgesetzt.

Sie wird auf eine breitere Grundlage gestellt und den Metropolgedanken weiter ausbauen. Die Ruhr-Konferenz soll die sozialräumlichen und ökologischen Folgen des klimagerechten Umbaus von Industrie und Wirtschaft begleiten.

Das Ruhrgebiet im Herzen unseres Landes hat unglaubliche Möglichkeiten und tolle Menschen. Diese Potentiale gilt es gemeinsam zu heben, und das Ruhrgebiet zu neuer Stärke zu führen. Oder, wie Ministerpräsident Hendrik Wüst es ausdrückt: „Von den Investitionen in die Zukunft der größten deutschen Metropolregion wird nicht nur das Ruhrgebiet profitieren, sondern ganz Nordrhein-Westfalen.“

Josef Hovenjürgen MdL, Parlamentarischer Staatsekretär

Die Zuständigkeit für die Ruhr-Konferenz liegt im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung, beim Parlamentarischen Staatssekretär Josef Hovenjürgen MdL.

Josef Hovenjürgen aus Haltern am See ist langjähriger Landtagsabgeordneter. Er lebt das Ruhrgebiet und kennt seine besonderen Herausforderungen. Er war als Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung eine starke Stimme für die Metropolregion Ruhr. Als Parlamentarischer Staatssekretär schlägt er nun für die besonderen Belange des Ruhrgebiets und der Ruhrkonferenz die Brücke zwischen Regierung und Parlament.

Beirat

Arndt G. Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Nordrhein-Westfalen, Anja Weber sowie der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, begleiten den Prozess der Ruhr-Konferenz und bilden den Beirat.

Die Idee: Zuhören, entscheiden, umsetzen!

Zuhören – Entscheiden – Umsetzen: Darauf setzt die Ruhr-Konferenz. Der gewählte Ansatz ist dabei ein vollkommen anderer als bei den Konferenzen der 1980er Jahre. Dem damaligen Ministerpräsidenten Armin Laschet schwebte vom Beginn an eine Zukunftskonferenz vor.

Zentral war dabei stets der Gedanke, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteure vor Ort mit einzubeziehen. Bereits in seiner Regierungserklärung im September 2017 kündigte er an, dass die „neue“ Konferenz wieder einen Impuls für den Strukturwandel setzen sollte.

Zwischen Oktober 2017 und März 2018 führten der Ministerpräsident und der zuständige Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner zahlreiche Gespräche mit allen relevanten Akteuren aus dem Ruhrgebiet. Im April 2018 schließlich präsentierte der Ministerpräsident beim Initiativkreis Ruhr das Konzept der Ruhr-Konferenz: Im Verlauf eines Prozesses sollten Themenforen aufgebaut werden und sich alle Ressorts der Landesregierung beteiligen. An der Spitze des jeweiligen Themenforums stand jeweils eine Ministerin oder Minister, die mit Ko-Moderatorinnen und -Moderatoren das jeweilige Thema bearbeitete.

Zuhören

Von Anfang an war klar, dass der Impuls für das Ruhrgebiet in allen Lebensbereichen ankommen soll. Deshalb war auch jedes Ministerium der Landesregierung in seiner jeweiligen Zuständigkeit aufgerufen, zur erfolgreichen und lebenswerten Metropole Ruhr beizutragen. Mit dem Kabinettbeschluss vom 31. August 2018 fiel der Startschuss für die Ruhr-Konferenz. Die 20 Themenforen wurden aufgebaut mit dem Ziel, an der Zukunftsvision zu arbeiten und hierfür Projektvorschläge zu entwickeln.

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Zugleich startete über eine Online-Plattform ein Prozess, bei dem sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen konnten. Mehrere hundert Ideen wurden eingereicht.

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Entscheiden

In mehr als 50 Veranstaltungen zwischen Januar und Juli 2019 erarbeiteten die Themenforen insgesamt 75 Projektvorschläge, die sie der Landesregierung zur Umsetzung vorschlugen.

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In einem intensiven Prozess wurde durch die Landesregierung bis Oktober 2019 aus den Vorschlägen gemeinsam mit Kommunen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Verbänden eine Strategie erarbeitet. Eingeflossen sind auch die Ergebnisse einer Online-Beteiligung und von Diskussionen in Townhall-Veranstaltungen mit Bürgerinnen und Bürgern und dem Ministerpräsidenten.

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Umsetzen

Mit der Kabinettssitzung am 5. November 2019 trat die Ruhr-Konferenz in die entscheidende Phase ein: Die Umsetzung der Projekte in fünf Handlungsfeldern. Unter dem Leitgedanken der „Chancenregion Ruhr“ wurden und werden 73 konkrete Projektvorschläge in fünf Handlungsfeldern vorangetrieben. 

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In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wurden im Sommer 2020 erste Projekte vorgestellt: Beispielsweise „Chemstars“ und „Start4Chem“ als Beispiele dafür, wie aus Forschung auch innovative Produkte werden, das Vorhaben der Klimaresilienten Region und die Sicherheitskooperation Ruhr zur Bekämpfung der Clankriminalität. Vorgestellt wurde auch ein wegweisendes Vorhaben der Ruhr-Unversitäten für gemeinsame Einrichtungen der Spitzenforschung.

Trotz Pandemie konnte im Jahr 2021 bei 61 Projekten aus zahlreichen Bereichen weiter an der Umsetzung gearbeitet werden. Bis Ende 2021 waren in diese Projekte rund 136 Millionen Euro geflossen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat Josef Hovenjürgen nach der Landtagswahl 2022 als Parlamentarischen Staatssekretär für die besonderen Belange des Ruhrgebiets und die Ruhrkonferenz ernannt.

In seiner Regierungserklärung vom 01. September 2022 führte er aus: „Wir führen die Ruhrkonferenz fort, um das Ruhrgebiet zu neuer Stärke zu führen“.

In den Fortschrittsberichten aus den Jahren 2020 und 2021 können Sie nachlesen, wie weit die einzelnen Projekte fortgeschritten sind.

Den Fortschrittsbericht 2020 finden Sie hier als Download.

Den Fortschrittsbericht 2021 finden Sie hier als Download.